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Olympia hatte sich ausgeträumt

Ich hatte eine gute und vor allem konstante Saison. Vier Top 15 Ergebnisse ließen mich hoffen, auch bei Olympia dabei zu sein. Bei den Olympischen Spielen sollte die Kombination, mit Abfahrt gefahren werden, darum habe ich mich auch im Abfahrtstraining in Zauchensee versucht. Der letzte Sprung ist mir dann zum Verhängnis geworden.

Beide Hände gebrochen. Die Linke hat jedoch gleich mega geschmerzt & auch wirklich nicht schön ausgesehen. Ich habe schon als ich noch im Fangnetz festgehangen bin, gemerkt, dass Olympia wohl knapp werden wird. Natürlich hoffst du als Athlet, dass es vielleicht doch nicht so schlimm sein könnte. Die Diagnose war dann aber niederschmetternd. Alle vier Mittelhandknochen gebrochen, die mittleren Zwei zertrümmert. Es folgte die Operation & kurz darauf die Gewissheit, ich wurde vom ÖSV nicht für die Spiele nominiert. Als zweitbeste Läuferin im Riesentorlauf, obwohl ich vom Arzt die Bestätigung hatte, dass ich bis dahin wieder auf Schi stehen kann.

Heute ist der 22.2. & ich bin voll motiviert, mit neuen Zielen zurück auf Schnee. Ich freue mich auf neue Herausforderungen, vor allem aber auf die nächste, die ansteht, der Riesentorlauf in Ofterschwang am 9. März.

Folgend das detaillierte Interview mit der Tageszeitung NEUE.

Liebe Grüße,
Eure Lisi

Mein Neujahrsvorsatz

Tja, die Saison hat doch ganz gut begonnen. Ich bin auf jeden Fall mal zufrieden, was nicht heißt, dass ich es nicht noch besser kann. 😉

Deeeenn, ich hab für die nächsten Rennen noch was in meiner Trickkiste: die Konstanz. Die fehlte mir bei den ersten Rennen der Saison noch ein bisschen. Ein Durchgang war immer ziemlich gut, der Andere sehr fehlerhaft. Das gilt es noch auszubessern.

Ist das nicht ein guter Neujahrsvorsatz?

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Rennen & hoffe, dass ihr mir weiterhin die Daumen drückt!

Liebe Grüße,
Eure Lisi

Summer Flashback

Nachdem ich meine letzte Saison doch noch ziemlich erfolgreich abgeschlossen habe, bin ich direkt von der Schipiste auf Kurzurlaub gefahren. “Kurz” aus zwei Gründen: 1. Ich war schon wieder heiß auf’s Konditraining & freute mich riiiiesig auf den Sommer im Olympiazentrum & 2. …

… lag ein etwas anderer Sommer vor mir, denn ich wurde (auch dank meinen Leistungen) für das Österreichische Sportheer berücksichtigt. Die 5 Wochen Grundausbildung, die wir Sportler in Gratkorn bei Graz absolvieren, würden mir meine Trainingszeit rauben, dachte ich zumindest. Tja, da hab ich falsch gedacht. 5 Wochen mit sehr viel Spaß, Sportler aus anderen Sportarten – von denen ich viel lernen & profitieren durfte, neuen Erfahrungen, natürlich auch ein paar militärische Einheiten & schlussendlich sehr viel Training verbrachte ich in der schönen Steiermark. Klar musste ich mir meinen Wochenplan vom Olympiazentrum gut einteilen, habe aber immer Zeit für alle Trainingseinheiten gefunden. Meine konditionelle Vorbereitung auf die kommende Olympiasaison verlief also wunderbar.

Direkt von der Grundausbildung flog ich dann nach Ushuaia (Argentinien), die südlichste Stadt der Welt, um mich auch auf den Schi perfekt vorzubereiten. Ushuaia war top. Mega Bedinungen, abwechslungsreiche Pisten, sogar das Wetter spielte mit. Ich fühlte mich pudelwohl auf den Schi, konnte richtig gute Trainingstage absolvieren & konnte es schon kaum mehr erwarten, bis der Winter endlich wieder los geht. Ich wollte dort anknüpfen, wo ich doch letztes Jahr aufgehört hatte.

Doch bekanntlich hat doch jeder gute Plan irgendwo einen Haken. Mein Haken: am 20.9. beim Konditionstraining, es sollte nur eine lockere Vorbereitung auf die nächsten Tage auf Schi werden, brach ich mir erneut meinen Fuß. Genau an der gleichen Stelle wie damals, vor 1,5 Jahren (die Schraube ist immer noch drinnen). Ich weiß nicht, ob ich zu viel trainiert habe, oder an was es lag, mein Fuß spielte bei meinem Plan einfach nicht mit. Also war erst einmal wieder Konditraining, Physio & Schonung für meinen Fuß angesagt.

Doch lange hielt ich es im Kraftraum nicht aus. Mit dem OK von Dr. Fink durfte ich nach einer gefühlten Ewigkeit (es waren eh nur knappe 4 Wochen) endlich wieder auf Schi stehen. Mit ein paar wenigen, dafür richtig guten Trainingstagen reiste ich am 26.10. nach Sölden. Der Rest ist bekannt, oder ?? 🙂

Wie es jetzt weiter geht, weiß ich noch nicht ganz genau. Ich freue mich derzeit einfach, dass ich wieder auf Schi stehen kann, alles weitere ergibt sich dann mit der Zeit.

Liabs Grüaßle, Lisi